Vom 24. bis zum 26. November 2011 veranstaltet das Forum Mittelalter der Universität Regensburg seine nunmehr 8. Jahrestagung. Wie in den Jahren zuvor nimmt die Tagung wieder ein aktuelles Thema der mittelalterlichen Städteforschung in den Blick. Diesmal steht die Entstehung und Entwicklung von Metropolen im Mittelpunkt. Internationale Referentinnen und Referenten zahlreicher Forschungsdisziplinen werden das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Der Auftakt der Tagung sowie ein öffentlicher Abendvortrag finden am 24. November ab 19.00 Uhr im Runtingersaal der Stadt Regensburg (Keplerstraße 1, 93047 Regensburg) statt. Am 25. und 26. November schließen sich Vorträge im Großen Sitzungssaal des Alten Finanzamts in Regensburg (Landshuter Straße 4, 93047 Regensburg) an.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten; in Europa sind es sogar fast zwei Drittel aller Menschen. Es sind zumeist die sogenannten Megastädte, die derzeit die größten Zuwächse verzeichnen können. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung von Metropolen sowie auf die historischen Prozesse der Urbanisierung steht die Forschung allerdings weiterhin vor zahlreichen offenen Fragen. Für die Tagung „Metropolität in der Vormoderne. Konstruktionen urbaner Zentralität im Wandel“ erweitert das Forum Mittelalter deshalb seine mediävistische Perspektive um die antike und die frühneuzeitliche Epoche. Zudem wird im Rahmen der Tagung das Konzept eines im Aufbau befindlichen Themenverbundes an der Universität Regensburg – „Urbane Räume und europäische Kultur. Von der griechischen Polis bis zur vorindustriellen Metropole“ – mit renommierten Gästen aus dem In- und Ausland diskutiert.

Den Abendvortrag während der Eröffnung hält Prof. Dr. Harald A. Mieg, Direktor des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung der Humboldt-Universität zu Berlin, zum Thema „Der moderne Metropolenbegriff und seine Historisierung“. Die beiden darauf folgenden Konferenztage sind ebenfalls hochkarätig besetzt. Neben Prof. Dr. Jörg Oberste, dem Sprecher des Forums Mittelalter, der sich in seiner Präsentation dem mittelalterlichen Paris widmet, unterstreichen Forscherinnen und Forscher aus der Archäologie, der Kunstgeschichte sowie der Rechtsgeschichte die interdisziplinäre Ausrichtung der diesjährigen Tagung.

Die Veranstaltung wird von der Regensburger Universitätsstiftung Hans Vielberth gefördert. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen; der Eintritt ist an allen Veranstaltungstagen frei.

Weiterführende Informationen und das Programm zur Tagung unter:
http://www.forum-mittelalter.de

 

Quelle:
Alexander Schlaak

Referat II/2, Kommunikation

Universität Regensburg

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